Fragen & Antworten

1. Wie wird man eigentlich Lektor/in?

 

Auf offiziellem Wege erlernt man den Beruf durch ein meist einjähriges Verlagsvolontariat, häufig im Anschluss an ein Literaturstudium. Während des Volontariats werden alle notwendigen Fertigkeiten erlernt und die Zusammenarbeit mit den Abteilungen Herstellung, Vertrieb, Presse sowie Rechte & Lizenzen eingeübt.
Da »Lektor/in
« keine geschützte Berufsbezeichnung ist, hat nicht jede/r freie Lektor/in studiert, ein Volontariat absolviert und/oder in einem Verlag gearbeitet.

 

2. »Lektorat« meint die Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung, richtig?

 

Nein. Die Prüfung und Berichtigung von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung nennt sich »Korrektorat« und folgt – als letzter Schritt vor der Druckfreigabe – auf das Lektorieren und Setzen eines Textes.

 

3. Wozu brauche ich ein Lektorat, wenn es die Rechtschreibprüfung und Freunde als Probeleser gibt?

 

Das ist etwa so, als würde man fragen, warum man in ein gutes Restaurant gehen sollte, wenn man ein Kochbuch besitzt und Leute kennt, die gerne kochen.
Ein Rezept ist etwas anderes als ein perfekt zubereitetes Essen. Entsprechend ist die Rechtschreibprüfung eines Textverarbeitungsprogramms nicht mit einem professionellen Lektorat zu vergleichen (siehe hierzu auch Frage 2 und 4). Ebenso kann kein Hobbykoch die gleichen kulinarischen Kunststücke vollbringen
wie jemand, der dafür ausgebildet wurde und sein Können tagtäglich anwendet. Weitere gute Gründe für ein Lektorat gewünscht? Dann schauen Sie mal bei der Selfpublisherbibel und auf der Literaturplattform Literaturcafé vorbei.

 

4. Wird mein Text beim Lektorat komplett umgeschrieben?

 

Nein, denn ein Lektorat ist kein Ghostwriting. Einen Text zu lektorieren bedeutet, ihn umfassend zu prüfen und zu bearbeiten, wobei Aspekte wie Stringenz (»roter Faden«), Aufbau, Spannungsbogen und Plot-/Figurenentwicklung im Fokus stehen. Ein professionelles Lektorat umfasst die Bewertung von Stil und Inhalt. Das Ergebnis schließt ehrliches Lob ebenso ein wie notwendige Kritik, wobei der Respekt vor Werk und Verfasser/in an oberster Stelle steht. Entsprechend werden selbst Texte, die stark überarbeitungswürdig sind, nicht komplett umgeschrieben. Auf größeren Änderungsbedarf weisen Markierungen oder Kommentare hin. In welchem Umfang eine Überarbeitung erfolgt, liegt ganz im Ermessen der Autorin bzw. des Autors.

 

5. Welche Art von Aufträgen übernimmt das Lektorat Tunnat?

 

Übersetzungen (Englisch > Deutsch)

Schwerpunkt: erzählende Kinder-/Jugendbücher und YA-Titel
Meine Vorliebe gilt Geschichten, die humorvoll, spannend, romantisch oder fantastisch und gerne eine Mischung davon sind.

 

Lektorate, Redaktionen & Korrektorate

Schwerpunkt: Belletristik, erzählendes Kinder-/Jugendbuch, YA-Titel, Sach- und Fachbuchtexte (Ratgeber, wissenschaftliche Paper, Dissertationen)

Besonders gerne und häufig bearbeite ich Aufträge aus den Bereichen Romance, Krimi/Thriller und Fantasy/Science Fiction.

 

NICHT übernommen wird die Bearbeitung von ...

> Übersetzungen aus anderen Sprachen als dem Englischen

> Übersetzungen ins Englische

> Texten mit gewaltverherrlichenden, antisemitischen, fremdenfeindlichen und/oder pornografischen Elementen

> Bachelor- und Masterarbeiten

> englischsprachigen Dissertationen

 

6. Arbeiten Sie auch für Privatpersonen?

 

Sehr gerne. Neben Verlagen, Producern, Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen gehören auch Selfpublisher aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zu meinen Stammkunden.

 

7a. Wie erreiche ich Sie am besten?

 

Schreiben Sie mir eine E-Mail (und beachten Sie dabei die Antwort auf die Frage 7).

 

7b. Welche Angaben benötigen Sie, um meine Anfrage schnell bearbeiten zu können?

 

Teilen Sie mir per E-Mail nach Möglichkeit Folgendes mit:

> Auftragsart: Welche Art von Text möchten Sie bearbeiten lassen und was soll damit passieren?

> Umfang: Die »Zeichenzahl inklusive Leerzeichen« lässt sich mit MS-Word unter »Überprüfen/Wörter zählen« ermitteln.

> Termin: Wann möchten Sie mir den Text zuschicken und wann hätten Sie ihn gerne bearbeitet zurück?

> Anschrift: vollständiger Name und Adresse (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort)

 

8. In welchem Format soll ich Ihnen mein Manuskript schicken?

 

Im Allgemeinen arbeite ich mit MS-Word, seltener mit dem Adobe Reader. Für Selfpublisher verwende ich die »Änderungen nachverfolgen«-Funktion.
Für Verlage nehme ich Lektorate nach Absprache am Ausdruck vor. Korrektorate erfolgen für Privatpersonen in Word, für Verlage am Ausdruck oder im PDF.
Aufträge in InDesign oder LaTeX können leider nicht bearbeitet
werden.

 

9. Können Sie meinen Auftrag sofort bearbeiten?

 

Jein. Kleinere Projekte können oft auch kurzfristig übernommen werden. Bei größeren Aufträgen oder Projekten mit festem Abgabetermin fragen Sie besser rechtzeitig bei mir an (je nach Umfang, Dringlichkeit und Bearbeitungsaufwand ist ein Vorlauf von einigen Wochen bzw. Monaten sinnvoll): Während der Bearbeitung eines größeren Projekts ist die Übernahme eiliger bzw. parallel laufender Aufträge nicht immer möglich.

 

10. Wie lange dauert die Bearbeitung meines Auftrags?

 

Nie länger, als vereinbart. Im Übrigen hängt die Bearbeitungsdauer von meiner Auftragslage sowie von Umfang, Bearbeitungsaufwand und Art Ihres Projekts ab. In der Regel lässt sich ein Korrektorat am schnellsten bearbeiten, während Lektorate und Übersetzungen die längste Bearbeitungszeit erfordern.