Fragen & Antworten

1. Wie wird man eigentlich Lektor/in?

Den Beruf erlernt man, häufig nach einem Literaturstudium, durch ein meist einjähriges Volontariat in einem Verlag. Im Rahmen des Volontariats werden notwendige Fertigkeiten vermittelt und man erhält Einblick in die Abteilungen Herstellung, Vertrieb, Presse sowie Rechte & Lizenzen. Da »Lektor/in« keine geschützte Berufsbezeichnung ist, hat nicht jede freie Lektorin bzw. jeder freie Lektor vor Aufnahme dieser Tätigkeit studiert, ein Verlagsvolontariat absolviert und/oder in einem Verlag gearbeitet.

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2. »Lektorieren« meint die Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung, richtig?

Nein, die Prüfung und Berichtigung von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung nennt sich »Korrektorat« und folgt als letzter Schritt vor der Druckfreigabe auf das Lektorieren und Setzen eines Textes.

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3. Welche Eingriffe in den Text werden bei einem Lektorat vorgenommen?

Beim Lektorieren wird ein Text umfassend geprüft und bearbeitet. Im Fokus stehen dabei der rote Faden eines Textes, sein Aufbau und sein Spannungsbogen sowie die überzeugende Entwicklung von Plot und Figuren. Ein Lektorat umfasst also sowohl stilistische als auch inhaltliche Eingriffe. Der Respekt vor Werk und Verfasser/in ist dabei oberstes Gebot, was ehrliches Lob ebenso einschließt wie notwendige Kritik.

Anders als teilweise angenommen, ist ein Lektorat kein Ghostwriting (auch stark überarbeitungswürdige Texte werden beim Lektorieren nicht komplett umgeschrieben; liegt größerer Änderungsbedarf vor, werden entsprechende Stellen und Aspekte markiert, damit die Autorin bzw. der Autor weiß, wo nachgebessert werden sollte); kein Korrektorat (fallen beim Lektorieren Fehler auf, werden sie selbstverständlich berichtigt, doch ist dies nicht der eigentliche Zweck des Lektorats und ersetzt nicht das abschließende Korrekturlesen); kein Satz (Texte werden erst nach dem Lektorat gesetzt, und zwar von der Verlagsherstellung oder von einem Grafikbüro, das dann auch für die Behebung all jener Fehler verantwortlich ist, die beim abschließenden Korrektorat gefunden werden).

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4. Welche Art von Aufträgen übernehmen Sie?

Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche:

Mein Schwerpunkt liegt auf erzählenden Kinder- und Jugendbüchern sowie YA-Titeln. Zudem übersetze ich belletristische Texte.

Meine Vorliebe gilt humorvollen, spannenden, romantischen, fantastischen und genreübergreifenden Geschichten.

Lektorate, Redaktionen & Korrektorate für Eigenproduktionen und Lizenzen:

Mein Schwerpunkt liegt auf erzählenden Kinder- und Jugendbüchern sowie YA- und All-Age-Titeln aus den Bereichen Romance, Krimi, Thriller, Fantasy und Sci-Fi.

Hinzu kommen Sach- und Fachbuchtexte (Kochbücher, Ratgeber, Paper, Dissertationen).

Nicht übernommen wird die Bearbeitung von:

Übersetzungen aus anderen Sprachen als dem Englischen sowie Übersetzungen ins Englische

Texten mit gewaltverherrlichenden, antisemitischen, fremdenfeindlichen und/oder pornografischen Elementen

Bachelor- und Masterarbeiten sowie englischsprachigen Dissertationen

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5. Arbeiten Sie auch für Privatpersonen?

Selfpublisher und andere Privatpersonen gehören ebenso zu meinen Kunden wie Verlage, Producer und sonstige private und öffentliche Institutionen.

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6. Wie erreiche ich Sie am besten?

Schreiben Sie mir eine E-Mail (und beachten Sie dabei die Antwort auf die folgende Frage).

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7. Welche Angaben benötigen Sie, um meine Anfrage schnell bearbeiten zu können?

Teilen Sie mir per E-Mail nach Möglichkeit Folgendes mit:

  • Auftragsart
    (Welche Art von Text möchten Sie bearbeiten lassen und was soll damit passieren?)
  • Textumfang
    (Die benötigte »Zeichenzahl inklusive Leerzeichen« lässt sich mit MS-Word unter »Überprüfen/Wörter zählen« ermitteln.)
  • Wunschtermin
    (Wann möchten Sie mir den Text zuschicken und wann hätten Sie ihn gerne bearbeitet zurück?)
  • Kontaktdaten
    (Name, Adresse, Telefonnummer)

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8. In welchem Format benötigen Sie mein Manuskript zur Bearbeitung?

Im Allgemeinen arbeite ich mit MS-Word, seltener mit dem Adobe Reader. Für Selfpublisher verwende ich die »Änderungen nachverfolgen«-Funktion von Word. Für Verlage nehme ich Lektorate nach Absprache am Ausdruck vor. Korrektorate erfolgen für Privatpersonen in Word, für Verlage am Ausdruck (nach Absprache im PDF).

Nicht bearbeiten kann ich Aufträge in InDesign oder LaTeX.

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9. Kann mein Auftrag sofort bearbeitet werden?

Das hängt von der Auftragslage ab sowie vom Umfang, der Dringlichkeit und dem Bearbeitungsaufwand Ihres Projekts. Da meine Ressourcen phasenweise durch größere Projekte gebunden sind, ist die Übernahme eiliger Aufträge nicht immer möglich. Fragen Sie daher besser rechtzeitig an, ob Ihr Projekt zum Wunschtermin übernommen werden kann (je nach Auftragsgröße ist ein Vorlauf von einigen Wochen oder mehreren Monaten sinnvoll).

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10. Wie lange dauert die Bearbeitung meines Auftrags?

Nie länger, als es vereinbart war. Ansonsten hängt die Bearbeitungsdauer von der Auftragslage, dem Umfang Ihres Manuskripts, dem Bearbeitungsaufwand und der Art des Projekts ab. (In der Regel lässt sich ein Korrektorat am schnellsten bearbeiten, während eine Übersetzung die längste Bearbeitungszeit erfordert.)